Ohrenheilkunde

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Die Ohrenheilkunde, im Fachjargon auch Otologie genannt, ist eine Fachrichtung der Medizin, die sich auf das menschliche Ohr, seine Erkrankungen sowie deren fachgemässe Behandlung spezialisiert hat.

Die Bezeichnung dieses Fachgebietes ist historisch begründet, da es in Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz lange Zeit noch einzelne Fachärzte für die Organe Hals, Nase und Ohr gab, während heutzutage im Allgemeinen die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ein Fachgebiet ist, welches diese drei Disziplinen miteinander vereint.

Ohrenheilkunde

Als Teil der Fachrichtung Hals-Nasen-Ohrenheilkunde befasst sich diese Fachrichtung speziell mit Erkrankungen und deren Behandlung sowie Vorbeugung des Ohrs. Nicht nur schwerwiegende Krankheiten zählen in diesen Bereich, sondern auch Sinnesstörungen wie beispielsweise der weitläufig bekannte Hörsturz oder der Tinnitus. Ärztinnen und Ärzten der Ohrenheilkunde ist daran gelegen, diesen Störungen und Krankheitsbildern vorzubeugen, was als Prophylaxe bezeichnet wird, und sie fachgemäss zu behandeln, sobald sie auftreten.

Erkrankungen des Ohrs

Im allgemeinen Sprachgebrauch sind verschiedene Begriffe im Umlauf, die sich auf Störungen oder Erkrankungen des Ohres beziehen. Dennoch wissen viele nicht, was genau hinter Begriffen wie Hörsturz oder Tinnitus steckt, obwohl sie so weitläufig bekannt sind und verwendet werden.

Der Hörsturz beispielsweise wird von vielen Menschen nicht korrekt erkannt: Tatsächlich sprechen Mediziner bloss dann vom Hörsturz, wenn ein Schaden des Ohres dazu führt, dass Schall nicht mehr im Innenohr angelangt und der Betroffene somit Töne oder andere Eindrücke nicht mehr hören kann. Ein kurzfristiger Hörverlust oder eine Hörminderung nach einem lauten Geräusch in der Nähe oder einer Erkältung, die die Ohren aufgrund einer Virusinfektion blockiert und das Hören erschwert, gilt in der Medizin nicht als Hörsturz.

Ohrenheilkunde - Erkrankungen des Ohrs

Die Ohrenheilkunde wird im Fachjargon auch Otologie genannt.

Ähnlich verhält es sich beim Tinnitus: Ein kurzzeitiges Piepsen im Ohr ist zwar störend, aber noch keine Erkrankung oder Störung des Ohrs. Erst wenn ein solches Geräusch nicht mehr aufhört und über einen Zeitraum von Tagen, Wochen, Monaten oder sogar Jahren anhält, sprechen Mediziner von einem Tinnitus. Damit ist das Wahrnehmen von Geräuschen und Tönen gemeint, die nicht von einer äusseren Quelle stammen - der oder die Betroffene nimmt also meist hohe und unangenehme Töne wahr, die niemand sonst hört. Er kann verschiedene Ursachen haben, die dementsprechend auf unterschiedliche Art behandelt werden müssen.

Aktuelle Aufgaben der Ohrenheilkunde

In den heutigen Zeiten befassen sich auch die Fachkräfte der Ohrenheilkunde, wie andere verwandte Disziplinen der Medizin, mit einer Vielzahl technologischer Möglichkeiten, die Gesundheit des Menschen zielgerichteter und effizienter zu verbessern. Dazu zählt auf dem Gebiet der Ohrenheilkunde oder Otologie vor allem das Cochlea-Implantat, welches bei tauben Patienten und Patientinnen eingesetzt werden kann, deren Hörnerv noch intakt ist, um ihre Hörfähigkeit wiederherzustellen oder zu verbessern. Als Erweiterung der medikamentösen Ohrenheilkunde gibt es noch die chirurgische Otologie, welche operative Eingriffe bei schwerwiegenden Erkrankungen des Ohres verwendet, um Patienten und Patientinnen zu behandeln.