Tinnitus

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Tinnitus ist ein Ohrensausen, Pfeifen oder Rauschen, welches permanent oder wiederkehrend ist. Die Lautstärke des Ohrensausens wird von den Betroffenen unterschiedlich stark wahrgenommen und ist eine massive Belastung im Alltag.

Der Tinnitus kann verschiedenen Ursachen haben und es wird zwischen einem aktuen und einem chronischen Tinnitus unterschieden. Treten die Ohrengeräusche länger als sechs Monate auf, sprich man von einem chronischen Tinnitus. Der Tinnitus ist keine Krankheit und tritt meist als Symptom einer Krankheit des Mittelohr, des Innenohr oder als Folge einer psychischen Belastung auf. Leidet der Betroffene nebem dem Ohrensausen an Schwindel kann ein Morbus Menière vorliegen und sollte von einem Arzt untersucht werden.

Zahlen und Fakten zum Tinnitus
In der Schweiz leben rund eine Million Menschen mit chronischen Tinnitus-Beschwerden. Bei in etwa der Hälfte der Fälle wurde ebenso eine Beeinträchtigung der Hörfähigkeit diagnostiziert. Die Zahl der Betroffenen, die massive Beeinträchtigungen im Alltag dadurch erfahren, wird auf 10'000 geschätzt. Die Ohrengeräusche treten bei den meisten Betroffenen erstmalig zur Lebensmitte hinauf. Ähnliche symptomatische Krankheiten, die im Innenohr ihren Ursprung haben, sind Hyperakusis (Überempfindlichkeit gegen Geräusche) und Morbus Menière (Störung des Gleichgewichtsinns).

 

Tinnitus als Symptom mit Ohrensausen oder Ohrgeräusch

Der Tinnitus tritt meist als eine Art Ohrensausen oder eben Ohrgeräusch auf. Im lateinischen sprach man bereits von «dem Klingeln in den Ohren». Bis heute weiss man nicht abschliessend wo ein Tinnitus stattfindet. Es kursieren Erzählungen in welchem man scheinbar tauben Menschen mit Tinnitus Symptomen den Hörnerv durchtrennt habe und eben dieser Tinnitus danach noch immer «klingelte». Sprich, dieser fand bereits im Gehirn statt, oder hat sich dort abgespeichert.

Es gibt drei Symptome:

  • Sausen bei Mittelohrerkrankungen
  • Pfeifen bei Innenohrerkrankungen
  • Pulsieren bei Hypertonie, Gefässerkrankungen
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Ist der Tinnitus eine Krankheit?

Tinnitus ist der Oberbegriff für eine Reihe von Geräuschen im Kopf und Ohr. Deshalb spricht man auch oft von Ohrensausen. Er kann spontan auftreten und ein Anzeichen für verschiedene Krankheiten sein. Es tritt dabei in verschiedenen Arten auf. Manche Erkrankte hören es als Summen, andere wiederum als Piepen oder Rauschen. Meistens sind diese Geräusche aber nach kurzer Zeit wieder verschwinden.

Tinnitus ist der Oberbegriff für eine Reihe von Geräuschen im Kopf und Ohr

Tinnitus ist der Oberbegriff für eine Reihe von Geräuschen im Kopf und Ohr.

 

Ohrensausen - Ein anderer Begriff für Tinnitus

Das Ohrensausen ist ein anderer Begriff für einen Tinnitus. Der Tinnitus umschreibt alle Geräusche und Töne, die im Ohr oder Kopf vom Patienten wahrgenommen werden. Diese Geräusche können ein Piepen, Rauschen, Zischen, Brummen oder jede Mischung hiervon sein. Jeder beschreibt seinen Tinnitus unterschiedlich. Für manche Patienten ist dieses Geräusch, das so plötzlich auftaucht, mitunter schmerzhaft. Bei manchen ist der Tinnitus auch mal lauter und leiser, mal mehr oder weniger wahrnehmbar. Als Tinnitus oder Ohrensausen bezeichnet man das Geräusch, wenn es dauerhaft bleibt, statt nach kurzer Zeit wieder zu verschwinden. Es werden zwei Formen unterschieden. Der subjektive Tinnitus, welcher nur vom Patienten selbst gehört wird. Er ist von aussen nicht wahrnehmbar und deswegen gibt es auch keine Messung dafür. Anders ist es bei dem objektiven Tinnitus. Dieser kann nicht nur vom Patienten selbst, sondern auch von Aussenstehenden gehört und gemessen werden.

Die Ursachen für ein Ohrensausen sind sehr unterschiedliche und können manchmal nicht genau bestimmt werden. Man unterscheidet aber zwischen dem objektiven und subjektiven Tinnitus.

Tinnitus kann ein Piepen, Rauschen, Zischen, Brummen oder jede Mischung hiervon sein

Tinnitus kann ein Piepen, Rauschen, Zischen, Brummen oder jede Mischung hiervon sein.

Ursache für beide Arten können extremer Stress oder Angstzustände sowie Gebissfehlstellungen sein. Hinzu kommen beim objektiven Tinnitus Bluthochdruck oder eine Gefässmissbildung als Ursache. Beim subjektiven Tinnitus kommen als Ursachen ein Knalltrauma (nach dem Discobesuch), eine Mittelohrentzündung oder ein Hörsturz bis hin zum Tumor sowie einige Medikamente in Frage. Sollte einem ein Tinnitus auffallen, so ist es ratsam einen HNO/ORL Ohrenarzt aufzusuchen, um die möglichen Ursachen und die Art des Ohrensausens zu bestimmen. Dieser macht einige Tests und untersucht das Gleichgewicht, das Hören und das Trommelfell.

Um einen Tinnitus vorzubeugen ist es zu empfehlen sein Ohr vor lauten Geräuschen wie bei einem Festival mit Gehörschützern zu schützen und grossen Stress möglichst zu vermeiden.

 

Ursachen eines Tinnitus

Die Ursachen für die Ohrgeräusche können vielfältig sein. Neben Mittelohrentzündungen können auch Tumore, Hörstürze, Schwerhörigkeit oder ein Lärmtrauma sein. Auch andere Einflüsse wie Stress oder Krankheiten in anderen Körperteilen, zum Beispiel eine Fehlstellung des Gebisse können Ursache für das Rauschen beim Hören im Ohr sein. Dabei geht man davon aus, dass das Gehirn die durch die genannten Krankheiten verhinderten Signale zu kompensieren, indem es die Aktivität in den jeweiligen Bereichen nach oben stellt.

 

Gegenmassnahmen bei einem Tinnitus

Sollte der Tinnitus nicht nach kürzerer Zeit wieder abklingen, sollte man schnell zum Arzt gehen, um eine chronische Erkrankung zu verhindern. Dieser kann beispielsweise einen Hörtest durchführen. Bei dieser Audiometrie (Hörtest) kann eine Schwerhörigkeit oder Hörverlust als mögliche Ursache des Tinnitus festgestellt werden und anschliessend mit einem Hörgerät behandelt werden. Ein Hörgerät gehört in der heutigen Zeit zu den sehr zuverlässigen Behandlungsmethoden bei Ohrkrankheiten und dem Geräusch im Ohr. Weitere Massnahmen gegen Tinnitus können vom Arzt in Form von Ohrmikroskopien oder einem Tinnitus-Matching getroffen werden. Ebenso kann man selbst darauf achten, dass man zum Beispiel bewusst seinen Stress reduziert und die eigene Psyche stärkt.

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Einen Tinnitus, respektive dessen Erreger-Frequenz kann man testen und messen. Anhand eines Audiometers lokalisiert der Hörakustiker den Ton welcher den Tinnitus auslöst und grenzt dieses Geräusch ein. Danach wird versucht, mittels eines Rauschens um diese Frequenz von diesem abzulenken.

 

 

Behandlung und Therapie eines Tinnitus

Der Tinnitus ist folgedessen ein Symptom und keine Krankheit. Er kann jedoch Folge einer Krankheit wie einem Hörsturz oder dem Morbus menière sein. Aus diesem Grund kann man den Tinnitus nicht so einfach operieren, sondern die Symptome finden. Jedoch gibt es heute eine Vielzahl an Behandlungen und Therapieformen gegen die Ohrgeräusche. Man weiss heute, dass Stress und Stille einen Tinnitus hervorbringt oder verstärkt. Folge dessen gibt es hier zwei mögliche Ansätze: Stress vermeiden und lindern, oder den Tinnitus «verdecken». Meist tritt der Tinnitus in Ruhe hervor wie z.B. vor dem Schlafen gehen. Schlaflose Nächte wirken sich auf die Leistungsfähigkeit und Konzentration der Betroffenen aus und ist nicht gesund. Aus diesem Grund gilt es aus einer Vielzahl an möglichen Ansätzen herauszufinden, was dem einzelnen Patienten hilft mit dem Tinnitus umzugehen, diesen zu akzeptieren und damit zu leben. Autogenes Training, progressive Muskelentspannung, Akupunktur, leise Hintergrundbeschallung mittels Musik oder eines plätschernden Zimmerspringbrunnens.

Den Tinnitus kann man bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht heilen, jedoch gibt es eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten und Therapien, welche diesen lindern helfen damit umzugehen und diesen zu akzeptieren. Auch können  Entspannungsübungen helfen Lebensqualität wiederhergestellt werden.

 

Tinnitus Noiser mit Hörgeräten

Ein weiterer Ansatz liegt in der «Verdeckung» den Tinnitus. Sogenannte «Noiser» Geräte gibt es schon lange. Ein solcher Noiser sieht aus wie eine Art Hörgerät. Anhand eines Rauschens versucht man den akut auftretenden Tinnitus zu überdecken. Heute weiss man, dass fast alle Kunden parallel zum Tinnitus einen Hörverlust haben. Aus diesem Grund integrieren Hörgerätehersteller den Noiser in Ihren Hörgeräten oder Hörsystemen. Dieser «Tinnitus Balance Noiser» und kann zusammen mit einer Smartphone App (iOs und Android) in eine Art Klangtherapie umfunktioniert werden.

Mit Hilfe des Tinnitus Noiser wird störende Geräusch mit Rauschen überlagert

Mit Hilfe des Tinnitus Noiser werden störende Geräusch mit Rauschen überlagert.

Wie funktioniert nun die Technologie des Noiser?
Es wird ein dauerhaftes, neutrales Rauschen produziert, das sogenannte "weisse Rauschen". Der angenehme, sehr leise Beiklang sorgt für eine schleichende Kompensation des Tinnitus. Das Gehirn verlernt, den Ohrton und auch das leise Rauschen des Noisers wahrzunehmen. Mittlerweile ist diese Form der Anwendung fester Bestandtei der Tinnitus Retrainig Therapie, die mit ganzheitlichem Ansatz sowohl auf kognitiver als auch auf neuronaler Ebene Linderung schafft.

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Vor allem in der Kombination mit Hyperakusis (Überempfindlichkeit gegen Geräusche) bewährt sich der Noiser mit seinem angenehmen Hintergrundrauschen als effektives Mittel zur Stressbeseitigung und Symptomlinderung. Der Tinnitus Noiser ist Bestandteil einiger Hörgeräte unseres Sortiments. Von aussen ist der Noiser völlig unsichtbar und für fremde Ohren nicht wahrzunehmen.

Tipps für einen proaktiven Umgang mit Tinnitusbeschwerden

Eine erfolgreiche Tinnitustherapie stützt sich immer auf mehrere Säulen. Zusätzlich zur neuronalen Kompensation mit einem Noiser-Hörgerät gilt: Seien Sie rundum achtsam mit sich! Ohrgeräusche sind ein klares Warnsignal bei zu viel Stress und psychischer Überlastung, zumeist in Kombination mit zu wenig Bewegung oder einem generell ungesunden Lebensstil. Gönnen Sie Ihrem Körper und Ihrer Seele entspannende Auszeiten und sportlichen Ausgleich. Achten Sie auf regelmässige Lockerung der Schulter- und Nackenmuskulatur. Machen Sie ausgedehnte Spaziergänge und lassen Sie das Auto öfter mal stehen, wenn es vermeidbar ist. Integrieren Sie Bewegung und ausgewogene, cholesterinarme Kost in Ihren Alltag, um in einer ganzheitlichen Heilungsmethode umfangreiche und nachhaltige Erfolge zu erzielen.