Hörsturz

Ein Hörsturz ist eine plötzlich auftretende, meist einseitige Hörminderung und hat keine erkennbare Ursache - Jedoch sollte er von einem Arzt untersucht werden. Der häufigste Auslöser scheint eine Durchblutungsstörung des Innenohrs zu sein. Ungefähr 50 bis 60 Prozent aller Hörsturz-Vorfälle bilden sich innerhalb der ersten 24 Stunden spontan zurück.

Ein Hörsturz tritt meist plötzlich und in der Regel nur auf einem Ohr auf. Danach hört der Betroffene einseitig gedämpft, wie mit einem Ohropax Gehörschutz im Ohr. Der Hörverlust kann jedoch unterschiedlich stark und mit Schwindel und/oder Ohrensausen verbunden sein. Ein Hörsturz sollte unbedingt bei einem HNO-Arzt zur Behandlung kommen, um einen anhaltenden Hörverlust zu vermeiden.

In der Regel lassen sich mit Medikamenten die Durchblutungsstörung im Innenohr auslösen und wird eine Schädigung der Haarzellen ausgeschlossen. Ungefähr 50 bis 60 Prozent aller Hörsturz-Vorfälle bilden sich aber innerhalb der ersten 24 Stunden spontan zurück.

 

Symptome eines Hörsturzes

Die Symptome eines Hörsturzes können unterschiedlich stark sein. Von gedämpftem Hören, wie mit Watte im Ohr, bis hin zum vollständigen Hörverlust. Parallel kann häufig ein allfällig auftretender Tinnitus oder Druckgefühl (80%), ein Schwindelgefühl (30%), ein Doppeltonhören (15%) und Lärmempfindlichkeit stattfinden. Treten zusätzlich Ohrenschmerzen auf, ist es höchstwahrscheinlich kein Hörsturz und es liegt eine andere Erkrankung vor.

Als Symptome für einen Hörsturz gelten:

  • unterschiedlich starker Hörverlust
  • plötzliches Auftreten
  • keine Ohrenschmerzen
  • Hörverlust nur auf einem Ohr

Ein Hörsturz tritt meist um das 50. Lebensjahr auf und Schätzungen zufolge erleiden jedes Jahr in der Schweiz an die 1'600 Personen einen solchen plötzlichen und einseitigen Hörverlust. Der Hörsturz mit seiner unterschiedlichen Hörminderung ist die häufigste Funktionsstörung des Innenohrs. Nach aktuellen Zahlen ist es jedoch keine Erkrankung, welche erst in späteren Jahren auftaucht. Die Anzahl betroffener Personen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr nimmt stetig zu. Dabei macht es keinen Unterschied bei den Geschlechtern, es trifft genauso häufig Männer wie auch Frauen.

 

Hörsturz

Diagnose eines Hörsturzes

Im Falle eines Hörsturzes gilt es keine Zeit zu verlieren! Am besten suchen Sie innerhalb von 24 Stunden Hilfe bei einem HNO-Arzt, um Ihr Ohr und den Hörverlust zu untersuchen. Falls ein Hörakustiker in der Nähe ist, kann auch dieser als erste Anlaufstelle angegangen werden, um mit einem Hörtest das Hörvermögen zu kontrollieren.






Als Symptome für einen Hörsturz gelten:

  • unterschiedlich starker Hörverlust
  • plötzliches Auftreten
  • keine Ohrenschmerzen
  • Hörverlust nur auf einem Ohr

Nur bei einer korrekten Diagnose und Behandlung kann eine Hörminderung verhindert werden. Bei der Kontrolle bestimmt der Arzt die Stärke des Hörverlustes mittels diversen Hörtests (Stimmgabelprüfung, Tonaudiometrie und Sprachaudiometrie) und fragt die üblichen Symptome eines Hörsturzes ab. Zusätzlich wird das Ohr gespiegelt, um eine Verstopfung oder Schädigung des Trommelfells auszuschliessen.

 

Hörsturz Ursache

Ursachen für einen Hörsturz können Stoffwechselstörungen und weitere Krankheiten sein. Es werden zwei Arten von Hörsturz unterschieden; der «symptomatische Hörsturz» welcher durch eine andere Grundkrankheit ausgelöst wird und so nachgewiesen werden kann, sowie der «idiopathische Hörsturz» bei welchem die Ursache unbekannt ist. Bei einem Hörsturz kann in den meisten Fällen keine Ursache nachgewiesen werden.

 

Hörsturz Therapie

Beim Hörsturz werden vom Ohrenarzt zwei Behandlungs-Methoden oder auch Therapieformen unterschieden. Je nachdem ob es sich um einen idiopathischen Hörsturz oder symptomatischen Hörsturz handelt. Auch wenn die Ursache des idiopathischen Hörsturzes unbekannt ist so wird dieser medikamentös behandelt. Beim symptomatischen Hörsturz gilt die Therapie der Grunderkrankung, welche angegangen wird. Beim idiopathischen Hörsturz wird meist ein breiteres Therapie-Konzept verfolgt. Da der Nutzen der therapeutischen Ansätze bislang nicht bewiesen ist, werden mehrere Medikamente verabreicht. Dies in der Hoffnung, dass sich eines von ihnen als wirksam erweist. Es wird versucht, die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung im Innenohr zu verbessern. Zum Einsatz kommen Antioxidantien (wie z.B. Vitamin B oder E) und Glukokortikoide (Kortison). Empfohlen sind auch Lärmkarenz (kein lauter Lärm) und akute Stressreduktion beim Patienten.

  • Infusionen - Per Infusion werden durchblutungsfördernde Präparate verabreicht, welche die Durchblutung des Innenohrs verbessern. Zusätzlich werden vom HNO-Arzt auch Kortison-Präparate verwenden, um Entzündungen und Schwellungen im Ohr zu reduzieren.
  • H.E.L.P.- Apherese (Heparin-induzierte extrakorporale LDL-Präzipitation) – Bei diesem Verfahren wird das Blut gereinigt und Stoffe, welche die Blutgerinnung beeinflussen herausgefiltert.
  • Sauerstoffdruckkammer - Diese Behandlung erfolgt in einer Überdruckkammer und der Betroffene atmet reinen Sauerstoff ein. Dadurch werden die Haarzellen im Innenohr besser mit Sauerstoff versorgt.
  • Stressreduktion – Bei dieser Behandlung wird Stress als Ursache von einem Hörsturz bekämpft. Mittels Entspannung und positivem Denken findet man bei Bewältigungsstrategien, um mit Stress und Belastung besser umgehen zu können.

Je geringer ausgeprägt der Hörverlust nach einem Hörsturz ist, desto besser die Prognose einer Erholung. Die Rückfallrate beträgt ca. 30%. Meist bleiben jedoch im Anschluss ein Hörverlust und ein Tinnitus. Dann gilt es den Hörgeräteakustiker aufzusuchen. Dieser ist mit diesem Thema vertraut und berät Patienten zum Thema Hörgeräte mit allfälliger Tinnitus-Retraining Therapie. Heutige moderne Hörgeräte oder Hörsysteme können nicht nur die Schwerhörigkeit ausgleichen, sondern beinhalten noch einen sogenannten Noiser. Bei Phonak heisst dieser Tinnitus Noiser «Tinnitus Balance Noiser». Zusammen mit einer Smartphone App (iOs und Android) kann eine Art individuelle Klangtherapie erstellt werden. Lassen Sie sich in einem audisana Hörcenter bei einem professionellen Gratishörtest und einer kostenlosen Tinnitus- Beratung informieren. Das geschulte Personal um unsere ausgebildeten Hörakustiker beraten Sie kompetent und fachmännisch und helfen Ihnen den Tinnitus zu behandeln.

 

Dauer eines Hörsturzes

Ein Hörsturz und dessen Folgen können anhand eines Hörverlustes ein Leben lang anhalten. Aus diesem Grund ist es so eminent wichtig bei Symptomen nicht zu lange zuzuwarten. Auch wenn die Medikamenten-Therapie aus verschiedenen Seiten in Frage gestellt werden, so gibt es keine Alternative. Hier muss der Leitsatz gelten «nützt es nichts - so schadet es nicht». Ein Hörverlust kann sich erholen, der Grad und die Dauer sind bei jedem Patienten unterschiedlich.

Bei 50 bis 60 Prozent aller Fälle bildet sich der Hörsturz aber innerhalb der ersten 24 Stunden zurück und es bleibt keine Hörverlust oder Hörminderung zurück. Es empfiehlt sich jedoch die Kontrolle beim HNO-Arzt, sodass in den anderen Fällen schnellstmöglich mit einer Behandlung begonnen werden kann. So kann nach der Abklärung die Hörfähigkeit bestmöglich wiederhergestellt werden und eine Therapie reduziert Spätfolgen.

 

Hörsturz vorbeugen

Gewisse Risikofaktor für einen Hörsturz sind heute bekannt – Stress, ungesunde Ernährung und reduzierte Bewegung können einen Hörsturz begünstigen. Auch zu starke Lärmbelastungen können die empfindlichen Haarzellen im Innenohr schädigen. Sollten sie schon einen Hörsturz erlitten haben, ist es umso wichtiger einen besseren Umgang mit seinem Stresslevel zu haben. Versuchen sie sich Atemübungen, Sport oder autogenem Training regelmässig zu beruhigen und schaffen sich Bewältigungsstrategien, um seinen Frieden zu finden.

Folgenden Auslöser für einen Hörsturz sollten sie vermeiden:

  • Hohe Lärmbelastungen
  • Stress
  • Mangelnde Bewegung
  • Ungesunde Ernährung

Ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung können einen Hörsturz ebenfalls begünstigen. Achten sie daher auf eine ausgewogene Ernährung und lassen Ihre Blutwerte regelmässig von einem Arzt untersuchen. Stellen sie gegebenenfalls ihrem Essen mehr Obst und Gemüse hinzu, trinken mehr Wasser und versuchen sich aktiv und regelmässig zu bewegen.