Akustische Rückkopplung
Sina Baumeler
Sina Baumeler Dipl. Hörgeräteakustikerin

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Als akustische Rückkopplung oder im englischen Feedback genannt, bezeichnet man das lästige, ungewollte grelle und laute Pfeifen über Musikanlagen an Konzerten oder Hörgeräten, wenn sich ein und derselbe Ton mehrfach selbst verstärkt. Dazu benätigt werden Schallaufnehmer, Verstärker und Lautsprecher. Akustische Rückkopplungen werden auch «Kopplung» oder «Feedback» genannt.

Grund dieses Rückkopplungseffektes ist die wiederholte Verstärkung eines und desselben Tones über ein Mikrofon. Sprich, eine Ursprungs Schallwelle wird über vom Mikrofon aufgenommen und an den Verstärker gesendet. Danach wird diese verstärkt über die Lautsprecher abgespielt. Sind nun Lautsprecher und Mikrofon nahe beieinander oder zueinander gerichtet, so kann der Verstärkte Ton vom Lautsprecherausgang gleich wieder in das Mikrofon gelangen. Trifft nun die bereits verstärkte Schallwelle wieder und wieder beim Verstärker ein, so kumuliert sich die Lautstärke (Amplitude) des Tones und baut er sich zu einem giftig lauten Schallereignis zusammen, welches in den Ohren schmerzt.

 

Was ist eine akustische Rückkopplung?

Die akustische Rückkopplung ist ein heller Pfeifton, der bei Hörgeräten, In-Ear-Monitoring Kopfhörern oder anderen Lautsprechern auftreten kann. Dieser Ton ist zum Teil sehr laut und wird auch von Anderen wahrgenommen, nicht nur vom Hörgeräteträger selbst. Häufig tritt sie auf, wenn der Hörgeräteträger mit einem Gegenstand in die Nähe seines Hörgerätes kommt. Dies kann eine Mütze sein, die aufgesetzt wird oder auch die Hand, mit der man sich durchs Haar fährt. Manchmal kommt das Pfeifen auch bei einer Umarmung oder wenn man sehr nah an einer Wand entlang geht vor. In anderen Fällen kann es sein, dass das Pfeifen ständig vorhanden ist oder bei Bewegungen des Mundes (Gähnen, Kaubewegung usw.).

Akustische Rückkopplungen z.B. bei Konzerten oder Hörgeräten, wenn es unangenehm laut pfeift.

Akustische Rückkopplungen z.B. bei Konzerten oder Hörgeräten, wenn es unangenehm laut pfeift.

 

Wie entsteht die akustische Rückkopplung?

Wie kommt es nun zu diesem Pfeifen in all den oben beschriebenen Situationen? Das Hörgerät hat zur Aufgabe den Schall, der am Ohr des Kunden ankommt zu verstärken, damit dieser ihn wieder hören kann. Der vom Hörgerät verstärkte Schall kommt beim Lautsprecher wieder hinaus und wird in den Gehörgang des Kunden zum Trommelfell geleitet. Ein Teil dieses Schalls wird vom Trommelfell reflektiert und gelangt so aus dem «undichten» Gehörgang hinaus. Kommt es nun vor, dass der aus dem Gehörgang kommende Schall ein weiteres Mal am Mikrofon des Hörgeräte ankommt, wird er wieder verstärkt. Diese ständige Wiederholung der Verstärkung sorgt dann für eine Rückkopplung. Normalerweise gelangt der Schall nicht ein weiteres Mal zum Mikrofon. Ausser eben, wenn wie oben beschrieben ein Gegenstand direkt vor das Hörgerät bzw. den Gehörgang gehalten wird. Dann wird der Schall an diesem Gegenstand zurück zum Mikrofon reflektiert.

 

Massnahmen bei akustischer Rückkopplung

Es gibt Massnahmen die man an der Otoplastik (Ohrstück), welche den Schall ins Ohr führt vornehmen kann oder an der Einstellung der Hörgeräte. Bei der Otoplastik, kann man durch Verschliessen des Gehörganges dafür sorgen, dass weniger Schall wieder am Mikrofon des Hörsystems ankommt und so das Pfeifen verhindern. Bedeutet, dass man die Belüftungsbohrung (Vent) eher mehr verschliesst oder gänzlich zu macht. Häufig ist das jedoch nicht die beste Wahl, da ein komplett verschlossener Gehörgang den Tragekomfort stark beeinträchtigen kann und die Töne welche man noch gut hört künstlich über das Hörsystem verstärkt. Das Hörsystem tönt dann künstlich und unter Umständen blechern. Bei der Einstellung kann man auf die Verstärkung in den betroffenen Frequenzen zugreifen und diese herabsetzen. Bei modernen Hörsystemen gibt es einen sogenannten Rückkopplungs-Manager oder Feedback-Manager, welcher elektronisch das Pfeifen verhindert. Dieser kann im Zweifelsfall stärker eingestellt werden. 

 

Wie entsteht eine akustische Rückkopplung?

Eine akustische Rückkopplung entsteht, wenn das von einem Mikrofon aufgenommene akustische Signal verstärkt vom Lautsprecher wiedergegeben wird und dieser bereits verstärkte Schall in einer Schlaufe vom Mikro aufgenommen und verstärkt wird. Ergebnis ist ein unangenehm lauter und in den Ohren schmerzhafter Ton.

 

Wie kann ich eine Rückkopplung vermeiden?

Eine Rückkopplung kann vermieden werden, indem die Distanz vom Lautsprecher zum Mikrofon so gross wie möglich gehalten wird und nicht direkt aufeinander gerichtet wird. Zudem gilt; je grösser der Abstand, desto grösser der Luftwiderstand. Ein Mikrofon mit Richtcharakteristik, respektive Nierencharakteristiken nimmt Schall vorwiegend von vorne auf.

 

Was ist eine akustische Rückkopplung?

Eine akustische Rückkopplung ist ein vom Mikrofon aufgefangenes akustisches Signal, welches verstärkt vom Lautsprecher wiedergegeben wird und dieser bereits verstärkte Schall in einer Schlaufe vom Mikro wiederum detektiert und verstärkt wird. Ergebnis ist ein unangenehm lautes Pfeifen. Prinzip: Schallaufnehmer > Verstärker > Lautsprecher > Schallaufnehmer > usw. > Pfeifen.

 

Wo gibt es akustische Rückkopplungen?

Akustische Rückkopplungen gibt es z.B. bei Monitorlautsprechern auf der Bühne oder bei Hörgeräten, wenn diese nicht dicht sind. Dieses akustische Phänomen kann eintreten, wenn ein Mikrofon, Verstärker und Lautsprecher in einem System sind. Andere Begriffe sind auch «Kopplung» oder «Feedback».