Hörgeräte Beitragszahlungen

Vermutlich erhalten Sie Beitragszahlungen an Ihre Hörgeräte. Wir erklären Ihnen, wer und wie man Beitragszahlungen für Hörgeräte erhalten kann.

Der Kauf von Hörgeräten wird von der AHV oder IV bezuschusst. Dabei kommt es darauf an, ob man seine ersten Hörgeräte im Rentenalter kauft oder noch davor. Ausnahmen sind die Unfall und Militärversicherung sowie Kinder unter 18 Jahren.

Wer zahlt wann?

Seit dem 1 Juli 2011 werden Hörgeräte von der AHV und IV mit einem Pauschalbetrag vergütet.

Die IV ist bei Erwerbstätigen Kunden zuständig und verrichtet alle 6 Jahre einen Beitrag an eine monaurale (einseitige) Versorgung in Höhe von 840,- CHF oder eine binaurale (beidseitige) Versorgung in Höhe von 1650,- CHF. Zusätzlich gibt es Zuschüsse an Batterien (40,- CHF pro Jahr und Hörgerät) und an Reperaturen.

Die AHV ist bei Kunden im Rentenalter zuständig und verrichtet alle 5 Jahre 75% der Kosten einer monauralen Versorgung. Dies bezieht sich auf den Zuschuss der IV und beträgt somit 630,- CHF. Es gibt keine Zuschüsse an Batterien oder Reperaturen.

Die Militärversicherung (MV) sowie die Unfallversicherung (UV) bezuschussen alle 6 Jahre einen Beitrag an Hörgeräte. Hierbei wird unterschieden, ob der Kunde monaural oder binaural versorgt wird und ob die Versorgung Standart oder Komplex ist. Die Zuschüsse sind demnach unterschiedlich bei einer monauralen Versorgung zwischen 1293,- und 1865,- CHF und bei einer binauralen Versorgung zwischen 2020,- und 2972,- CHF. Hinzu kommen Pauschalen für die Ankopplung der Geräte ans Ohr (Otoplastiken) in Höhe von 140,- CHF pro Ohr und Kosten von Reparaturen je nach Höhe mit vorläufigem Kostenvoranschlag.

Kinder unter 18 Jahren müssen von einem Pädakustik – Fachmann betreut werden. Sie bekommen alle 6 Jahre den Zuschuss an Hörsysteme in Höhe von 2830,- CHF für eine monaurale Versorgung und 4170,- CHF für eine binaurale Versorgung. Hinzu kommen auch hier Pauschalen für Batterien (60,- CHF pro Jahr und Hörgerät) und Reparaturen.

Wie bekommt man die Beitragszahlung?

In jedem Fall wird eine Expertise von einem HNO – Arzt benötigt. Dieser stellt den Grad des Hörverlustes fest und entscheidet über eine monaurale oder binaurale Versorgung. Anschliessend kann man den Akustiker seines Vertrauens aufsuchen und sich über die verschiedenen Hörsysteme beraten lassen. Dieser hilft dann auch häufig bei der Beantragung der Zuschüsse und hat die benötigten Formulare zur Hand.