Freifeldmessung
Michael Ronner
Michael Ronner Experte für Technik & Hörakustik

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Die Freifeldmessung ist eine Hörleistung-Messung, welche über grosse Lautsprecher stattfindet. Sie wird mit und ohne Hörsysteme durchgeführt, um einen Vergleich der Hörgeräteversorgung und dessen Gewinn, sowie Nutzen nachzuweisen.

Wie wird gemessen?

Bei der Freifeldmessung gilt ein bestimmter Aufbau. Der Kunde soll in 1 Meter Entfernung zu den Lautsprecher platziert sein. Die Lautsprecher sind in jedem Fall einer vor dem Kunden und einer hinter ihm. Je nach Ausstattung des Hörakustikers kommen noch einige Boxen für einen Rundum-Sound hinzu. Diese werden jedoch nicht in der typischen Freifeldmessung genutzt.  

Was wird gemessen?

In der Freifeldmessung wird das Verstehen von Wörtern gemessen. Diese Messung findet zuerst ohne Hörsysteme fest, um später sagen zu können, welche Verbesserung die Hörsysteme liefern. Gemessen wird bei einer Lautstärke von 65dB (Einheit Dezibel), was einer normalen Sprachlautstärke im Durchschnitt entspricht und mit der Box frontal vor dem Kunden. Als nächstes wird die selbe Messung mit Hörsystemen durchgeführt. Hier sieht man eine erste Verbesserung. Je nach Hörverlust des Kunden kann eine weitere Messung mit höherer Lautstärke folgen. Zum Schluss kommt die zweite Box, die direkt hinter dem Kunden stehen sollte, zum Einsatz. Diese spielt ein ständiges Rauschen ab, welches im Gespräch den störenden Lärm imitieren soll. Der Kunde muss nun mit Hilfe der Hörsysteme, die Wörter, welche von vorn abgespielt werden verstehen und wiederholen ohne sich allzu sehr vom Hintergrundrauschen stören zu lassen.  

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Wozu die Freifeldmessung?

Wozu werden nun diese Freifeldmessungen gemacht? Sie helfen dem Hörgeräteakustiker dabei das Hörsystem optimal für den Kunden einzustellen. Mit ihrer Hilfe kann gezeigt werden, ob der Kunde ausreichend gut versteht oder gar noch mehr verstehen könnte. Sie zeigen jedoch auch Grenzen auf, sollte der Hörverlust zu gross sein.